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1 Oktober, 2026
PISA 2025 und Digitalisierung: Die Debatte braucht mehr Differenzierung
In ganz Europa reagieren die Medien auf die neuen PISA-Ergebnisse. In vielen Ländern hat sich die Debatte um PISA 2025 und die Digitalisierung schnell auf eine einzige Frage verengt: Sind Bildschirme in der Schule schuld an den sinkenden Leistungen? Wer die Daten über Ländergrenzen hinweg betrachtet, sieht ein deutlich vielschichtigeres Bild.
Länder mit überwiegend analogen Klassenzimmern wie Deutschland und Frankreich verzeichnen ähnliche Rückgänge wie die digitalen Vorreiter. Die Herausforderungen im Bildungsbereich reichen also offenbar weit über das Klassenzimmer hinaus. Jakob Skogholm, CEO, und Alexandra Blomberg, CCO von ILT Education, ordnen die Ergebnisse ein.

„Wenn wir die PISA-Daten über Ländergrenzen hinweg auswerten, wird klar: Der Rückgang betrifft ganz Europa. Er spiegelt größere gesellschaftliche Veränderungen wider, von veränderten Mediengewohnheiten zu Hause bis zu der Frage, wie sich schneller digitaler Konsum auf die Konzentration junger Menschen auswirkt. Wenn wir diese komplexe Wirklichkeit auf eine einfache Debatte über Geräte im Klassenzimmer reduzieren, verpassen wir die Chance, echte Lösungen zu finden und uns auf die Wirkung von Lernen zu konzentrieren.“
Jakob Skogholm, CEO ILT Education
Um diesen Trend umzukehren, braucht es eine ausgewogene Perspektive, in der sich Technologie und Pädagogik ergänzen, statt als Gegensätze behandelt zu werden.
„Wir sollten vertieftes Lesen und digitale Kompetenz nicht gegeneinander ausspielen. Schüler:innen brauchen beides, um in der Gesellschaft von heute und morgen gut zurechtzukommen. Gedruckte Bücher sind für Konzentration und tiefes Textverständnis unersetzlich, digitale Werkzeuge schaffen Zugang und ermöglichen individuelle Unterstützung. Das Wichtigste, was wir tun können: Lehrkräften vertrauen und ihnen das ganze Handwerkszeug geben, damit sie auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen können.“
Alexandra Blomberg, CCO ILT Education
Bei ILT Education sind wir überzeugt, dass Technologie gute Pädagogik stärken soll und sie nie ersetzen darf. Mit Angeboten, die das vertiefte Lesen genauso unterstützen wie den digitalen Zugang, wollen wir Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften die Flexibilität geben, die sie für inklusive Lernumgebungen brauchen. Am Ende zählt vor allem eines: dass jedes Kind, unabhängig von Herkunft und Lernstil, die Chance bekommt, Texte wirklich zu verstehen, Freude am Lesen zu entwickeln und die Fähigkeiten aufzubauen, die es für die Zukunft braucht.
Was PISA 2025 für Deutschland, Österreich und die Schweiz zeigt
Der deutsche Nationalbericht richtet den Blick selbst auf die frühen Jahre. Zu den Handlungsoptionen gehören laut Bericht „qualitativ hochwertige Sprachförderung, etwa durch Sprach-Kitas oder schulisch organisierte integrative Sprachförderung, sowie frühe MINT-Bildung und Programme zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen“. Studienleiter Samuel Greiff von der TU München ordnet die Ergebnisse so ein: „Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge, aber sie sind kein Schicksal. Bildungssysteme können sich verändern.“
Buch und Bildschirm im Alltag von Kita und Schule

Mit Polylino lesen und hören Kinder über 2.000 Kinderbücher in bis zu 70 Audiosprachen, gemeinsam mit der Fachkraft oder Lehrkraft und gleichberechtigt neben den gedruckten Büchern im Regal. Kide Science bringt MINT-Bildung mit Experimenten aus Alltagsmaterialien in Kita und Grundschule. Für die Kinder ist das Programm bildschirmfrei, die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte bekommen digitale Unterstützung bei der Vorbereitung. So greifen Technologie und Pädagogik in der Sprach- und MINT-Bildung ineinander.
Quellen
ILT Education (2026): PISA-debate demands nuance, students must remain the core focus. Englische Originalfassung: ilteducation.com/se/artikel/pisa-debate-demands-nuance/
OECD (2026): PISA 2025 Results (Volume I): Future-Ready Students. oecd.org
Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (2026): PISA 2025. Bildung im Spannungsfeld von Innovation und Transformation. Nationaler Berichtsband. zib.education
IQS Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (2026): PISA 2025. Erstbericht. iqs.gv.at
PISA Schweiz (2026): PISA 2025. Die Schweiz im Fokus. pisa-schweiz.ch
Weitere Studien: ilteducation.com/de/studien/
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